Liebe Leser!

Wir müssen reden. Und zwar mehr miteinander und weniger übereinander.

 

Es dürfte keine Branche geben, die inhaltlich so breit aufgestellt und damit so wenig homogen ist wie die Immobilienwirtschaft. Und die so wenig über die jeweiligen Positionen weiß. Das zeigte einmal mehr eine spannende Runde mit IBA-Intendant Andreas Hofer, Architektenpräsident Markus Müller und dem IWS-Vorstandsvorsitzenden Axel Ramsperger.

 

Was als hitzige Diskussion mit spürbaren Streitelementen begann, ging in einen Austausch von Argumenten über und führte schließlich zu einer Annäherung der Positionen und besserem gegenseitigen Verständnis. Und zur Aufforderung des Architektenpräsidenten: „Wir haben jedenfalls eine ziemlich große Aufgabe vor uns … Es sind keine trivialen Themen. Ich kann Sie nur dazu einladen, hier mitzumachen.“

 

Und genau das ist der Schlüssel: Die gesamte Immobilienbranche muss zusammenstehen, wenn sie die großen Probleme unserer Zeit lösen will. Genannt seien hier nur: Energiewende bewältigen, mehr, schneller und preiswerter bauen, Prozesse vereinfachen, deutlich weniger Bürokratie, junge Menschen für einen Beruf in der Immobilienwirtschaft begeistern.

 

Dieser Tage bekamen wir Post von einem großen Wohnungsunternehmen aus der Metropolregion. Der Name soll jetzt keine Rolle spielen. Im großen Kuvert: Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht. Gedruckt. Vierfarbig. Dick. Wie nachhaltig ist das denn?! Ein per E-Mail verschickter Link hätte es auch getan.

 

Wir freuen uns jetzt auf die Sommerpause. Ein Sommerloch im inhaltlichen Sinne gibt es zwar schon lange nicht mehr, trotzdem ist es wichtig, ab und an innezuhalten. Schließlich wollen wir nachhaltig – im doppelten Sinne – für Sie und unsere Branche da sein. Am 13. September lesen Sie uns wieder!

 

Mit reichlich Sonne im Herzen grüßt Sie

 

Ihr Frank Peter Unterreiner, Herausgeber

 

Die aktuelle Ausgabe vom 09. August 2022 als PDF