Liebe Leser!

Mit vielen Fragezeichen, aber auch Gewissheiten starten wir in das Jahr 2022, das leider weiterhin von Corona geprägt sein wird. Dabei hatten wir vor einem Jahr gehofft, die Pandemie 2021 zu besiegen.

 

Was wird 2022 auf uns zukommen? Kaum vorstellbar, dass wir uns in zwei Monaten auf der Immobilienmesse Mipim in Cannes treffen können, so wie es bis 2019 noch normal war. Der Neujahrsempfang der Immobilienverbände musste schon abgesagt werden. So fühlen wir uns in Erwartung der kommenden Omikronwelle wie das Kaninchen vor der Schlange. Gelähmt, hilflos, der Pandemie überdrüssig.

 

Das vierte Quartal 2021 brachte aber immerhin die Gewissheit, dass die Immobilienbranche äußerst resilient ist – um eines der Modeworte unserer Zeit zu gebrauchen. Das Geschehen am Büro- wie Investmentmarkt schleppte sich die ersten neun Monate so hin. Von Oktober bis Dezember schließlich wurde so viel vermietet und investiert wie in den ersten drei Quartalen zusammen. Unglaublich!

 

Das Ergebnis am Büromarkt ist mit 157 200 Quadratmetern zwar kein Kracher, aber ordentlich. Am Investmentmarkt jedoch wurde mit 2 Milliarden Euro das bislang drittbeste Ergebnis erzielt. Allein im vierten Quartal wurde somit 1 Milliarde Euro umgesetzt. Natürlich gibt es in der Immobilien-wirtschaft auch Teilsegmente, die Probleme haben. In der Summe dürfen wir aber dankbar sein für ihre Stärke und Anpassungsfähigkeit – die Resilienz eben.

 

In Hamburg wurden voriges Jahr mehr als 10 200 Wohnungen genehmigt. Bezogen auf die Einwohnerzahl ist das in etwa das Doppelte der Stuttgarter Werte. Und für Hamburg ist die Zahl nicht einmal etwas Besonderes. 2017 waren es über 13 400 Einheiten, 2016 und 2019 sehr deutlich über 12 000.

 

Jetzt wollen wir das flache Hamburg nicht eins zu eins mit dem hügeligen Stuttgart vergleichen, aber die Hamburger Zahlen müssen uns Ansporn sein. Und sie zeigen auch, dass es miteinander besser geht als gegeneinander. Der damalige Erste Bürgermeister Olaf Scholz hatte seinerzeit ein Bündnis mit der Immobilienbranche geschlossen, das diesen Namen verdient.

 

2022 wird fordernd und spannend. Wir wünschen Ihnen alles Gute, Glück und Erfolg! Vor allem jedoch: Bleiben Sie gesund!! Und uns weiterhin gewogen.

 

Herzlich grüßt Sie

 

Ihr Frank Peter Unterreiner, Herausgeber

 

Die aktuelle Ausgabe vom 11. Januar 2022 als PDF