Liebe Leser!

Der Wettbewerb „Neuer Stadtraum B14“ ist entschieden. Die IHK hat eine Logistikstudie vorgelegt, wie die Mobilität von Menschen und Gütern im Rosensteinviertel neu gedacht werden könnte.

 

Beides verheißt Aufbruch, Veränderung und im hohen Maße auch Chancen für Stuttgart. Entscheidend ist, dass der Gemeinderat unter dem dann neuen Oberbürgermeister auch den Mut und das Rückgrat hat, den Studien Taten folgen zu lassen. Bezüglich des Rückbaus der B 14 gilt es, das richtige Maß zwischen dringend ge-botener Stadtreparatur und Erhalt einer wichtigen und auch notwendigen Verkehrsachse zu finden.

 

Mit der Factory 56 hat Mercedes-Benz hoffnungsfrohe Fakten geschaffen und die vielleicht modernste Automobilfabrik der Welt im Sindelfinger Werk gebaut. Gerade jetzt, wo die Wirtschaft pandemiebedingt leidet und die Automobilindustrie zudem in einer tiefen Strukturkrise steckt, sind solche Investitionen und Impulse gar nicht hoch genug zu bewerten.

 

Der Mieterverein Stuttgart und Umgebung entwickelt sich zunehmend zur außerparlamentarischen Opposition, und dies im positiven Sinne. Es ist der Mieterverein, der Zahlen zum Wohnungsmarkt auf den Tisch legt, die Wohnungspolitik des Stuttgarter Rathauses kritisiert, den Vergleich mit anderen Metropolen zieht und Fritz Kuhn als nackten Kaiser ohne Kleider dastehen lässt, der seine eigenen wohnungspolitischen Ziele verfehlt hat.

 

Auch Haus & Grund haut gerne in diese Kerbe, von der Opposition im Rathaus ist zum Thema Wohnungspolitik wenig zu hören, sie gibt sich saft- und kraftlos. Wie auch die OB-Kandidaten. Am 8. November ist Wahl, das sind keine zwei Monate mehr. Jetzt bitte ein bisschen mehr Schmackes!

 

Wir können unsere Probleme nur dann lösen, wenn wir die notwendige Veränderung als Chance sehen und den großen Wurf wagen – siehe Factory 56. Das gilt auch für die Stadtentwicklung und den Wohnungsbau. So viel Evolution wie möglich, so viel Revolution wie nötig, könnte die Losung heißen.

 

 

Mit diesem Schlachtruf auf den Lippen grüßt Sie herzlich

 

Ihr Frank Peter Unterreiner, Herausgeber

 

Die aktuelle Ausgabe vom 22. September 2020 als PDF