Liebe Leser!

In der vorigen Ausgabe Ihres Immobilienbrief Stuttgart haben wir uns mit der Stimmung in der Stuttgarter Innenstadt beschäftigt und mit den Auswirkungen auf Einzelhandels- und Gastronomieflächen.

 

Dieses Mal ist das Segment Büro dran – und hier sind die Perspektiven deutlich erfreulicher. Eine Studie von Colliers prognostiziert eine nur moderate Zunahme des Leerstands. Selbst im schlimmsten Fall soll die Kennzahl deutlich unter den Werten der beiden vergangenen Wirtschaftskrisen bleiben, also der Dotcom- und Finanzblase.

 

Große Chancen für die Immobilienwirtschaft sieht der Stuttgarter Organisationsberater Rüdiger Schneider. Die Pandemie sei ein Beschleuniger für Prozesse, beispielsweise bei der Digitalisierung und beim Homeoffice. Den Wandel gilt es zu gestalten. Frei nach dem Motto: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. 

 

Wir dürfen jetzt auch wieder ins Restaurant gehen. Weitere Lockerungen bezüglich Veranstaltungen und Reisen sind angekündigt. Dies sorgt – bei allen noch vorhandenen Einschränkungen und notwendiger Vorsicht – nicht nur für mehr Lebensfreude, es bedeutet auch, dass immer mehr Bereiche der Wirtschaft wieder sukzessive hochfahren. Dies ist nicht nur wichtig für die privaten und öffentlichen Finanzen, sondern ebenfalls für uns Menschen. Wir brauchen eine Aufgabe und wollen sinnerfüllend unseren Teil zum großen Ganzen beitragen.

 

Ein Weiter-so-wie-vorher darf es jedoch nicht geben. Dies gilt vor allem, aber nicht nur, für die Digitalisierung und das Klima. Naturgemäß betrifft es die Bau- und Immobilienwirtschaft mit am stärksten. Wir müssen alle Prozesse hinterfragen und die Pandemie als Chance für den notwendigen Wandel sehen. Dann könnte 2020 noch der Beginn eines großartigen Jahrzehnts werden.

 

Bleiben Sie gesund – und steigen wir gemeinsam wie Phönix aus der Asche

 

Ihr Frank Peter Unterreiner, Herausgeber

 

 

Die aktuelle Ausgabe vom 19. Mai 2020 als PDF