Liebe Leser!

Hat die CG-Gruppe das Ei des Kolumbus gefunden? Das Unternehmen hat den Gewa-Tower neu gedacht. Das Ergebnis ist der Schwabenlandtower, das Konzept macht Hoffnung. Die CG-Gruppe hat jedenfalls Erfahrung im Bau von Wohnhochhäusern, so kann aus dem Pleiteturm doch noch ein Vorzeigeprojekt werden.

 

Schön ist, dass die Käufer der Tower-Wohnungen ihr Geld wieder haben und die Zeichner der 35-Millionen-Anleihe zumindest 16 Millionen Euro abzüglich der Kosten der Insolvenz erhalten. Wir hatten schon befürchtet, die Wohnungskäufer seien die größtenfinanziellen Verlierer.

 

Dass manche Projekte erst Pleite gehen müssen, bevor sie sich rechnen, ist jedenfalls tragisch. Und manche Fehler sind für Außenstehende nicht nachzuvollziehen. Warum wurde 2012 eine Wohnung für unter 2000 Euro verkauft? Um des Verkündens eines Vermarktungserfolges willen? Es scheint, dass noch längst nicht alle Fragen beantwortet sind.

 

Klar auf dem Tisch liegen jedenfalls die Zahlen des Stuttgarter Investments- und Büromarkts. 1,43 Milliarden Euro Transaktionsvolumen jetzt schon versprechen ein sehr gutes Gesamtjahr. Der Vermietungsumsatz wird es wohl nur knapp über die Hürde von 200 000 Quadratmetern schaffen, was eher durchschnittlich ist. Doch beide Werte könnten höher sein, wenn es nur mehr Angebot gäbe.

 

Einen zunehmenden Mangel an Gewerbeflächen konstatiert auch die WRS Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart. Die Diskussion über mehr Wohnungsbau auch auf der Grünen Wiese gewinnt so langsam an Fahrt, wir dürfen darüber aber nicht den Bedarf an Büro-, Logistik- und Gewerbeflächen vergessen. Es ist wie bei den kommunizierenden Röhren: Ohne Wohnungen keine Arbeitsplätze und umgekehrt.

 

Klar auf dem Tisch liegt auch der Tabellenplatz des VfB Stuttgart. Aber erstens sind wir ein Immobilienmedium, zweitens ist das nur ein Zwischenstand und drittens kann nicht mal uns im schwäbischen Kernland alles gelingen …

 

Herzlich und hoffnungsvoll grüßt Sie

 

Ihr Frank Peter Unterreiner, Herausgeber

 

 

Die aktuelle Ausgabe vom 09. Oktober 2018 als PDF