Liebe Leser!

Leider nur auf den ersten Blick steht Stuttgart beim Projektentwicklungsvolumen gut da, gerade im Vergleich mit den anderen deutschen A-Städten. Die von Bulwiengesa ermittelte signifikante Steigerung geht im Wesentlichen auf den Garden Campus in Vaihingen zurück, der erstmals in der Studie berücksichtigt wurde. Ansonsten ist der Mangel an Grundstücken, insbesondere in der Innenstadt, in Stuttgart stark ausgeprägt.

 

Bei der Schaffung von Wohnfläche in Relation zur Einwohnerzahl ist Stuttgart sogar Schlusslicht, und das zum wiederholten Mal. Das ist dramatisch angesichts der hohen Nachfrage und der hohen Preise in der Landeshauptstadt. Regularien nennt Bulwiengesa als einen der Gründe, der das Wachstum der Städte hemmt. Politische Ignoranz kommt in Stuttgart hinzu.

 

Die Studie von Bulwiengesa betrachtet nur das Stadtgebiet. Wesentliche Entwicklungen geschehen inzwischen aber im Umland. Dies dürfte in Zukunft noch stärker der Fall sein, da es in der umgebenden Region mehr Potenziale gibt. Selbst dann, wenn Stuttgart endlich vom Diktat der ausschließlichen Innenentwicklung abrücken würde.

 

Die führt wieder zu unserer (Lieblings-)Forderung, die Region stärker als Ganzes zu betrachten und zu entwickeln, die Verkehrsinfrastruktur auszubauen und dem Verband Region Stuttgart mehr Kompetenzen zu übertragen. Momentan gibt es Bestrebungen, die Metropolregion Stuttgart voranzubringen, auch das ist zu begrüßen.

 

Der Immobilienbranche geht es gut. Uns scheint manchmal: Zu gut. So forderte uns ein Makler auf, bei seiner Vermietungsmeldung bitteschön „qm“ und nicht, wie bei uns üblich, „m2“ zu schreiben. Schön, dass der Mann sonst keine Sorgen hat.

 

 

Herzliche Frühjahrsgrüße sendet Ihnen

 

Ihr Frank Peter Unterreiner, Herausgeber

 

 

Die aktuelle Ausgabe vom 24. April 2018 als PDF