Liebe Leser!

Traditionell schauen wir zu Beginn eines neuen Jahres zurück und analysieren den Stuttgarter Büro- und Investmentmarkt.

 

Zahlen lügen nicht, heißt es. Mag sein, aber sie können trügen. So sagt die Dominanz der Büroobjekte am Investmentvolumen nichts über die Vorliebe der Investoren aus. Sie spiegelt vielmehr schlicht das Angebot wider. Der gewerbliche Investmentumsatz, obwohl auf Rekordhöhe, hätte auch das Zehn- oder Nochmehrfache betragen können. Der Markt hätte es aufgenommen, doch es gab eben nicht mehr Angebot. Inzwischen sind selbst Value-Add-Objekte mehrfach überzeichnet, vor einigen Jahren traf dies nur auf Core-Immobilien zu.

 

Auch der gesunkene Büroflächenumsatz und die niedrigere Spitzenmiete rühren nicht von weniger Nachfrage. Sie sind vielmehr das Ergebnis eines fehlenden Angebots, vor allem im Neubausegment.

Projekte in der Peripherie und im Stuttgarter Umland sowie Sanierungsmaßnahmen werden vom Flächenmangel profitieren. Trotzdem muss die Stadt Stuttgart zusammen mit der Immobilienwirtschaft eine Antwort auf die Frage finden, wie auch in attraktiven City- und Innenstadtlagen neues Angebot entstehen kann. Stuttgart will schließlich als Wirtschaftsstandort attraktiv bleiben.

 

Die Schaffung von Wohnraum in der Region ist eines der weiteren großen Zukunftsthemen. In den vergangenen Jahren hat sich hier wenig zum Positiven verändert, viel zu wenig, eigentlich gar nichts. Arbeitskreise und Arbeitspapiere, Absichtserklärungen und Ankündigungen, Worthülsen und Sonntagsreden en masse, aber kaum Ergebnisse. Dabei drängt die Zeit, bis 2025 benötigen wir im Land bis zu 500 000 Wohnungen. Das klappt niemals, wenn wir weiterlosern wie bisher!

 

Ärmel hochkrempeln. Wollen wir das Land der Schwätzer oder der Schaffer sein?? Ihnen allen noch ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr. Und jetzt gemeinsam in die Hände gespuckt …

 

Ebenso schaffig wie herzlich grüßt Sie

 

Ihr Frank Peter Unterreiner, Herausgeber

 

 

Die aktuelle Ausgabe vom 14. Januar 2019 als PDF

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