Liebe Leser !

Es ist mal wieder zum Schreien! Sebastian Turner, einer der CDU-Aspiranten für die Stuttgarter OB-Wahl, spricht gegenüber der Stuttgarter Zeitung von „gesichtslosen Investorenkisten“ im Zusammenhang mit der Neubebauung des Areals von Stuttgart 21. „Gesichtslose Kisten“ wäre ja okay, aber warum „Investorenkisten“? Das suggeriert dem Zeitungsleser einmal mehr, dass Investoren, also die Immobilienbranche, gewinn-maximierend die Stadt vollkleistern. Dem ist nicht so. Die allermeisten Bauträger und Projektentwickler arbeiten mit Herzblut und Leidenschaft an ihren Immobilien. Sie wollen noch nach Jahrzehnten auf das stolz sein, was sie geschaffen haben. Zudem gibt es für jedes stadtbildprägende Projekt einen Architektenwettbewerb, in dem Vertreter der Stadt maßgeblich mitentscheiden.

Vom Unternehmer Turner hätten wir keine generelle Investorenschelte erwartet. Vom Werbeprofi und ehemaligen Journalisten Turner hätten wir das Wissen um Gefahr und Wirkung solch abgedroschener Phrasen erwartet. Schade drum! Wenn der Kandidatenkandidat zum Kandidat wird, bitten wir um ein Gespräch. Und im Übrigen: Das hässlichste Gebäude, das zudem das Zusammenwachsen des Europaviertels mit der alten City verhindert, ist eine Eigennutzerkiste – der ehemalige Südwest-LB-Klotz!

„Brot für die Welt“ wird verkauft. Das Diakonische Werk bietet 6000 Quadratmeter Grundstücksfläche in nobler Stuttgarter Halbhöhenlage an. Die Bauträger stehen Schlange und der nächste SIM-Fall kommt.

Überhaupt: eine Watsch‘n für SIM. Mit dem Stuttgarter Investitionsverhinderungsmodell hat sich jetzt erstmals die Wissenschaft beschäftigt. Ergebnis: Im Modellfall werden zwei Drittel des Grundstückswerts vernichtet. Das könnte dazu führen, dass SIM aufgrund der nicht vorhandenen Bodenwertsteigerung in der Innenstadt gar nicht anwendbar ist.

Hurra, wir werden 100! Zugegeben: Seit hundert Jahren gibt es Ihren Immobilienbrief Stuttgart noch nicht. Aber seit Jahresbeginn 2008 versuchen wir, unseren Beitrag zur Entwicklung des Immobilienstandorts Metropolregion Stuttgart zu leisten, die nächste Ausgabe ist unsere 100ste. Daher sollen im nächsten Immobilienbrief Stuttgart unsere Leser, also Sie, ja, genau Sie sind gemeint, zu Wort kommen: Was finden Sie am Immobilienbrief Stuttgart gut, was nicht? Was erfreut Sie, was ärgert Sie? Halten Sie insbesondere mit Kritik und Anregungen nicht hinterm Berg! Wir halten das aus und freuen uns auf Ihren Beitrag: redaktion@immobilienverlag-stuttgart.de

Mit hoffnungs- und erwartungsvollen Grüßen zum Valentinstag

Ihr

Frank Peter Unterreiner – Herausgeber

P.S.: Patrizia hat den Zuschlag für die 21 000 LBBW-Wohnungen erhalten!



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